KINDERORTHOPÄDIE

Eine Untersuchung von orthopädischen Auffälligkeiten oder Erkrankungen bei Kindern.

Kinder in der orthopädischen Sprechstunde

Die Behandlung von Kindern gehört zu den Kernkompetenzen von Dr. med. Thomas Vetter. Er ist auf Kinder spezialisiert und begleitet Ihr Kind in ein gesundes Leben.

Angeborene bzw. erworbene Veränderungen und Erkrankungen des Skelettsystems im Kindesalter sollten frühzeitig erkannt und einer kompetenten Therapie zugeführt werden. Es kann in den meisten Fällen durch frühzeitiges Handeln ohne operative Maßnahmen ein vollständiges Ausheilen dieser Erkrankungen erreicht werden. Als Beispiel sei hier die angeborene Hüftdysplasie oder angeborene Fußfehlstellungen wie Sichelfuß, Hackenfuß oder Klumpfuß genannt.

Andere Veränderungen, wie z.B. die X- und O-Beinstellung können sich im Kleinkindesalter ohne therapeutische Maßnahmen im Verlauf selbst korrigieren. Hier wirken erstaunliche Selbstheilungskräfte. Sollte dies jedoch nicht gelingen, können vor der Pubertät wachstumslenkende, wenig aufwändige operative Maßnahmen genutzt werden um eine gute Korrektur der Beinstellung zu erreichen (Eight Plate Implantation). Eine frühzeitige orthopädische Beurteilung ist dazu dringend erforderlich.

Die genannten Beispiele sollen stellvertretend erklären, dass sich der im Wachstum befindliche Körper immer wieder in faszinierender Art und Weise verändert und dass sich Fehlstellungen durch frühzeitige und fachärztliche Einschätzung positiv beeinflussen und gut behandeln lassen.

Säuglingssonographie

Im Rahmen der Früherkennungsuntersuchung U3 (4.–6. Lebenswoche) führen wir die sonographische Screening-Untersuchung der Säuglingshüften durch sowie eine ausführliche Besprechung des Ergebnisses. Sofern erforderlich erfolgt die Durchführung einer Behandlung mit einer Spreizschiene und regelmäßige Kontrollen des Hüftbefundes. Bei positiver Familienanamnese sollte die Erstuntersuchung so früh wie möglich, also noch vor der 4. Lebenswoche, erfolgen.

Hüftgelenkserkrankungen

Häufig erkranken Kinder an einem Hüftschnupfen (Coxitis fugax), der harmlos ist und gut behandelt werden kann. Diese Erkrankung muss jedoch abgegrenzt werden zu anderen Hüftgelenkserkrankungen, insbesondere zu einer eitrigen Gelenkentzündung.
Im Vorschul- und Grundschulalter können Kinder an einem Morbus Perthes (Durchblutungsstörung des Hüftkopfes) erkranken. Hier sind Jungen häufiger betroffen als Mädchen. Es ist eine sorgsame Diagnostik erforderlich. Wir bieten eine sehr intensive nicht operative Therapie an mit enger ärztlicher Begleitung. Dadurch kann die Notwendigkeit operativer Maßnahmen deutlich reduziert werden.
Im präpubertären Alter besteht insbesondere bei adipösen Kindern die Gefahr eines Hüftkopfabrutsches (Epiphyseolysis capitis femoris). Hier ist sehr schnelles Handeln erforderlich um einen dauerhaften Schaden an dem betroffenen Hüftgelenk zu vermeiden. Wir veranlassen in diesen Fällen eine schnelle und zuverlässige operative Therapie in einem kompetenten Zentrum.

Kniegelenkserkrankung

Bei Schulkindern kommt es immer wieder zu lokalen Durchblutungsstörungen an gelenknahen Knochen, vorwiegend im Bereich der Kniegelenke und Sprunggelenke (Osteochondrosis dissecans).
In seltenen Fällen kann eine angeborene Veränderung an den Menisken der Kniegelenke (Scheibenmenikus) bestehen. Bei diesen nicht häufigen Erkrankungen beraten wir die Familien sehr gerne.

Fußfehlstellungen

Fußfehlstellungen sind im Kindesalter nicht selten. Im Vordergrund stehen die Knick-Senkfüße. Diese müssen nicht immer behandelt werden. Bei starken Fehlstellungen ist die Versorgung mit speziellen Einlagen erforderlich. Diese sollten keine passive Bettung der Füße bewirken, sondern die Aktivität der Fußmuskeln fördern wie z.B. mit sensomotorischen Einlagen.
Bei anderen Fußfehlstellungen (Klumpfuß, Sichelfuß, Hackenfuß) ist bereits eine sehr frühzeitige Behandlung erforderlich.

Erkrankungen der Wirbelsäule

Veränderungen an der Wirbelsäule im Kindesalter können vielfache Ursachen haben. Einer der bedeutsamsten Erkrankungen ist die S-förmige Verkrümmung der Wirbelsäule, die Skoliose. Diese tritt vorwiegend bei Mädchen zu Beginn der Pubertät auf und wird nicht selten erst spät erkannt. Um nach Möglichkeit operative Maßnahmen zu vermeiden, ist eine aufwändige konservative Therapie mit einem Korsett erforderlich. Hier ist eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen Arzt und Familie sehr wichtig.

Seltene Erkrankungen

Skelettdysplasien, verbunden mit Kleinwuchs, neurologische Erkrankungen wie Spina bifida und Infantile Cerebralparese sowie Stoffwechselerkrankungen wie z.B. Mukopolysaccharidose oder Mukolipidose zählen zu den seltenen Erkrankungen und bedürfen häufig einer orthopädischen Begleitung. Die Diagnostik und Therapie ist sehr zeitaufwändig und langwierig. Häufig wird eine weitreichende orthopädietechnische Versorgung erforderlich, so dass eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Orthopäden und Orthopädietechniker sehr sinnvoll ist.

Größenbestimmung von Kindern anhand der Knochenalterbestimmung

Die Skelettalterbestimmung ist eine Methode zur Beurteilung der biologischen Reife eines Kindes.
Durch die Anfertigung eines Röntgenbildes der li. Hand lässt sich sowohl das Knochenalter, als auch die voraussichtlich zu erwartende Körperendgröße des Kindes bestimmen. Auffälliger Kleinwuchs oder Großwuchs kann dann Anlass zu weitergehender Diagnostik sein.

Weitere Informationen und Terminvereinbarung.

Bitte beachten!

Dr. med. Thomas Vetter behandelt ausschließlich privat versicherte Patienten und gesetzlich versicherte Patienten auf Selbstzahlerbasis.
Säuglingssonografie – die sonografische Screening-Untersuchung der Säuglingshüften wird ausschließlich an unserem ZOSU Standort in Bodenheim durchgeführt.

Termine am ZOSU Standort Bodenheim

Termine am ZOSU Standort Mainz